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Was passiert im Gehirn? 2017-05-18T21:04:40+00:00

Was passiert beim Dunkelretreat im Gehirn?

Die Zirbeldrüse

Die endokrine kieferzapfenförmige Drüse ist ein sehr kleines Organ, das sich im Zentrum des Gehirns befindet. Sie wird auch als Epiphyse cerebri, Epiphyse, Conarium bezeichnet. Forscher entdeckten, dass die Zirbeldrüse wichtige Hormone produziert und reguliert. Dazu zählen Serotonin, Melatonin und Dimethyltryptamin (DMT). Das unscheinbare Organ hat einen großen Einfluss auf das körperliche und geistige Wohlbefinden des Menschen. Wissenschaftler unterschiedlicher Disziplinen haben die Wirkung von Serotonin und Melatonin auf das menschliche Wohlbefinden untersucht. Die Forschungen ergaben, dass die beiden Hormone einen maßgeblichen Einfluss auf seelische Gleichgewicht haben und den Schlaf- und Wachrhythmus regulieren. Darüber hinaus konnte in Studien nachgewiesen werden, dass der Melatonin-Anteil im Laufe des Tages variiert. Während das Hormon bei Helligkeit kaum produziert wird, steigt der Melatoninpegel in der Nacht an und sorgt für einen gesunden und erholsamen Schlaf. Die Zirbeldrüse ist aber auch für den physischen und psychischen Alterungsprozess verantwortlich. Wenn die Funktion der Drüse gestört ist, dann setzt der Alterungsprozess vorzeitig ein. Wissenschaftler entdeckten ferner, dass sich das DMT auch in halluzinogenen Pflanzen befindet und für ihre berauschende Wirkung verantwortlich ist.

wachstum-dunkelretreatIn der spirituellen Welt gilt die Zirbeldrüse als das Portal zwischen der physischen und der ätherischen, geistigen Welt. Die Zirbeldrüse gilt als das „Dritte Auge“ und als „Hauptsitz der Seele”. Wenn die Produktion von DMT in der Zirbeldrüse angeregt wird, verleiht es dem Gehirn die Fähigkeit, neue Gedankenstrukturen zu entwerfen, die in Dimensionen jenseits von Raum und Zeit führen. Sie ist das Organ, mit dem die Schwelle zwischen der physischen und der metaphysischen Welt überschritten werden kann. Sobald die Drüse stimuliert wird, empfindet der Mensch Euphorie und eine Verbundenheit mit der geistig-seelischen Welt, die jenseits des normalen Erfahrungshorizontes liegt. Das DMT, dass nicht nur bei Dunkelheit produziert wird, sondern auch bei spirituellen Ritualen, soll auch bei der Geburt und beim Tod vermehrt ausgeschüttet werden.

Tag 1-3
Nach etwa drei Tagen hat sich in der Zirbeldrüse so viel Melatonin gebildet, dass sich das Gehirn verstärkt in der Theta-Frequenz befindet. Theta sind Wellen des Unterbewussten, die besonders im Traum (REM-Schlaf), bei der Meditation und bei Gipfelerfahrungen vorherrschen. Im Theta-Bereich können die unbewussten und unterdrückten psychischen Anteile sowie Kreativität und Spiritualität wahrgenommen werden. In diesem Zustand können auch Wachträume und Visionen erlebt werden. Gleichzeitig wird der Geist klarer und der Meditierende erhält den ersten Zugang zu seiner geistigen Welt, zum göttlichen Bewusstsein.

Tag 3-5
Sobald sich das Melatonin auf den Wert von 15 – 20 mg eingependelt hat, beginnt die Zirbeldrüse den Supraleiter Pinoline zu produzieren. Das Gehirn schwingt nun auf einer Frequenz in der die Epiphyse die Neurotransmitterproduktion anregt. Die Epiphyse bildet Melatonin und wandelt es in DMT um, wodurch das dritte Auge stimuliert wird. Das „Pinoline-Stadium“ wird normalerweise bei Nahtoderfahrungen erreicht. In diesem Zustand hat der menschliche Geist eine sehr hohe Wahrnehmung, bei der die Hellfühlikeit und Hellsichtigkeit verstärkt wird. Die Zirbeldrüse wird jetzt zu einer Antenne, mit der Informationen der Seele empfangen werden können. Der Mensch wird Teil des universellen Flusses. Der Qigong-Meister Mantak Chia geht sogar davon aus, dass eine Dekodierung der DNA aktiviert wird. Dadurch werden kosmische Partikel angezogen und in Klang, Licht und Erkenntnis verwandelt.

Tag 6-8
Nach einer Woche beginnt die Zirbeldrüse mit der Produktion des Neurohormons 5-MeO-DMT. In dieser Phase wird die Dunkelheit durch ein Licht erhellt. Dadurch werden 40% der Großhirnrinde aktiviert und das Nervensystem beginnt, sich seiner Selbst bewusst zu werden. Der Mensch ist nun verbunden mit dem Universum und dem allumfassenden Dasein. In dem weiß-hellen Licht kann sich der feinstoffliche Körper manifestieren, so dass eine Astralprojektion stattfinden kann. Der Meditierende erfährt dabei das Sein wie bei einer Neugeburt.

Tag 9-12
Der letzte Zyklus wird auch als DMT-Stadium bezeichnet, denn jetzt ist der DMT-Pegel auf 25 mg angestiegen. Vor dem inneren Auge entstehen starke visuelle Bilder und das Farbspektrum erweitert sich. Der Mensch ist nun fähig, Infrarot und Ultraviolett wahrzunehmen und er ist darüber hinaus in der Lage, wie bei einer Infrarotkamera Wärmemuster von Lebewesen zu erkennen die sich im Raum befinden. Da der DMT Neurotransmitter das „Horus-Auge“ aktiviert, wird dem Geist eine Reise jenseits von Zeit und Raum eröffnet. Die Dunkel-Welt hat die Schleier vertrieben und die Barrieren beseitigt, die den Menschen vom göttlichen trennt. Im DMT-Stadium können die psychischen Ebenen oder Chakras angesprochen und bewusst erlebt werden. In diesem Zustand ist der Mensch sogar in der Lage, in andere Dimensionen zu reisen. Es öffnet sich die Pforte zum Universum und der Meditierende kann sich jenseits von dreidimensionalen Räumen bewegen. Der Geist und die Seele finden zurück zur ursprünglichen Quelle des Seins.